Attersee vom 9. – 12. Mai 2013

Bereits am Aprilstammtisch besprochen, freuen wir uns heute auf ein langes Wochenende am Attersee. Gabi hatte bereits Zimmer in der Pension Stallinger gebucht. Frühmorgens fahren alle unabhängig voneinander los und wie verabredet treffen alle innerhalb einer halben Stunde in der Pension gegen rund 9 Uhr ein. Während es um München noch geregnet hat, haben wir inzwischen strahlender Sonnenschein. Gleich eingecheckt, wollen wir gleich an unseren ersten Tauchplatz, die Schwarze Brücke. Leider tummeln sich hier Feuerwehrtaucher, die einen seit vier Wochen vermissten Polen suchen. Somit ist der Platz auf unbestimmte Zeit, oder zumindest bis zur Auffindung der Person gesperrt. Nach einer kurzen Beratschlagung fahren wir weiter an den nahegelegenen Wolfgangsee an den Tauchplatz Franzosenschanze. Hier erleben wir zwei tolle Tauchgänge, die Sicht ist relativ gut, so dass die Wand richtig Laune macht. Die Fische halten sich noch bedeckt, aber einzelne findet man dann schon. 

 In Unterach füllen wir unsere Flaschen für den nächsten Tag und fahre auf direktem Weg zum Jausenstation Steinpichler auf dessen Brotzeiten wir uns den ganzen Tag über schon freuten. Bei dem tollen Wetter nehmen wir gerne auf der Terasse Platz, nachdem uns der Herr des Hauses Tisch und Bänke aus dem Winterquartier holte. Mit einem Postkartenausblick über den See und die gegenüberliegenden Bergen lassen wir den Tag ausklingen. Bei einem Abschlussgetränk in Stallingers Pension machen wir den Plan für Freitag – der Grüne See bei Tragöss.

 Angekommen am grünen See, die Tauchgenehmigung erstmal bezahlt, gibt es zwei ausgedehnte Tauchgänge von jeweils ca. 1 Stunde oder auch ein bisschen länger. Die Sicht hat zwar vom sonnigen Vor- und Feiertag etwas gelitten, aber ist dennoch sensationell. Es gibt etliche größere Forellen und viel Köcherfliegenlarven zu beobachten. Ein Fotoshooting an einer Brücke, auf der Wieder und an Felsbrocken, alles natürlich unter Wasser, machen da richtig Laune.

 Bei einem Taucherpärchen aus der Schweiz können wir einen perfekt eingerichteten Taucherbus begutachten. Zum Flaschenfüllen fahren wir zurück nach Weyregg, wo wir in der angrenzenden Bachtaverne die hungrigen Mägen füllen. Inzwischen regnet und scheint auch erst mal so zu bleiben.

 Am Samstagmorgen gibt Schnürlregen zum Frühstück, diese denen wir dementsprechend aus, bis es etwas leichter wird. Als wir im Attersee abtauchen ist es dann auch vorrübergehend trocken. Die Sicht ist wider Erwarten gut und Fische gibt es auch. Mittag treffen wir uns nochmal in der Bachtaverne zu Kaiserschmarren und Suppe. Übrigens ist Paul jetzt auch stolzer Besitzer einer Aktion Pro. Nach dem zweiten Tauchgang regnets, so dass bis auf Michl und Moni alle die Flucht ergreifen um ein trockenes Plätzchen zu ergattern. Voglers verabschieden sich nach Hause, da der Muttertag ansteht und somit das Alphornständchen für die Simmerberger Mütter erwartet wird.

 Am nächsten Morgen hat nur noch Gabi und Andi die Lust am Tauchen gepackt, der Rest verabschiedet sich nach Hause. Gabi und Andi berichten am Montag aber noch von einem schönen Tauchgang mit viel Fisch.

Weihnachtstauchen 24. Dezember 2012

Seid einigen Jahren hatte das Weihnachtstauchen aus verschiedenen Gründen nicht mehr geklappt. Heuer aber riefen wir uns spontan zu einem Christbaum setzen im Baggersee in Isny zusammen. Bei frühlingshaften Temperaturen treffen wir uns um 10:15 Uhr am See. Mit Schubkarren und Sackkarren bewaffnet, laden wir unser Equipment aus den Autos. Durch den Schnee ist es doch ein anstrengendes Unterfangen und mit Schweißperlen auf der Stirn kommen wir dann auch am See an. Dieser ist zugefroren, am Ufer allerding ca. 30 cm frei, das lässt uns vermuten, dass wir das Loch zum Abtauchen bald freigeschlagen bekommen. So hat Hubert auch gleich den Tauchanzug an, und begibt sich ins Eis bzw. ans Wasser. Dieses scheint dann doch gleich dicker als gedacht und hartnäckiger zu erweisen. Aber Dank Angelikas Unterstützung wird das Loch größer. So haben wir letztendlich eine Tiefe von ca. 50 cm um abzutauchen.

In zwei Dreiergruppen rödeln wir dann auf. Angelika, Christina und Hubert tauchen als erstes ab. In der zweiten Runde tauchen dann Paul, Michl und Moni ab. Die zweite Gruppe nimmt dann auch den Christbaum mit, um ihn in am Seegrund zu platzieren. Beide Tauchgänge dauern nicht allzu lange, aber Plätzchen, Tee und Glühwein warten schließlich am Ufer, um verzehrt zu werden. Und die warmen Sonnenstrahlen lassen uns das Ganze auch ausführlich genießen. Moni liest dann noch eine Weihnachtsgeschichte der Tiere vor, bevor wir wieder aufbrechen und unsere Schubkarren laden. Letztendlich haben wir alle Ausrüstungen wieder in den Autos verstaut und mit frohen Weihnachtswünschen verabschieden wir uns nach Hause.

Kärnten von 28.9. – 3.10.12

Bereits zum vierten Mal führt uns unser Herbstausflug in Kärnten. Wie jedes Jahr findet auch heuer wieder der Angler-Wettkampf um die größten Fische statt und deshalb sind die Zimmer stark nachgefragt. So hat sich Herr Gruber bemüht uns alle in der Pension Job bei Familie Ainetter untergebracht.

Am Tag der Ankunft fahren wir erst mal zum ersten Tauchgang auf die Turracher Höhe auf 1862 m. Dieser sieht zwar nicht so toll aus, aber nun sind wir schon mal hier, und wollen zumindest einmal ins Wasser. Nach einigem hin und her um den See finden wir auch ein schönes Einstiegsplätzchen und können kurze Zeit später abtauchen. Unter Wasser ist es dann gar nicht so schlecht. Im flachen Bewuchs finden wir sogar ein paar Fische und bis zu 12 m Tiefe tauchen wir an großen Felsen vorbei, die teils zerklüftet sind. Das zweite Mal tauchen wir am bekannten Liafels unter, wo uns im reichen Bewuchs Barsche und Hechte und Fischschwärme begegnen. Abends, als wir alle komplett sind, haben wir uns zum Grillabend mit den altbekannten Fischern bei Grubers angemeldet. Reichlich Fleisch in Form von Bauch, Würstel oder Schopf und zum Nachtisch gegrillte Banane, fordert natürlich zum Abschluss ein Gläschen „tut mir nix“.

Am zweiten Tag fahren wir erst mal zum Strandhotel Pichler, bei der sich auch ein Füllautomat befindet. Wir genießen einen erholsamen Tauchtag auf dem Gelände der Alpen-Adria-Taucher. Im künstlich angelegten Unterwasserpark entdecken wir ganz viele Hechte und Fischschwärme. Im Bewuchs schwammen Barsche und eine große Schleie tummelt sich darin. Als wir Abends zur Pension zurückkommen, sind die Fischer schon da und genießen das erste Bierchen.

Der heutige Tauchtag führt uns an das Ostufer des Weißensees. Die Betreiber der Tauchbasis sind am Aufräumen und der Basis winterfest machen, füllt uns aber gern nebenbei unsere Flaschen. Die Sicht ist wegen der starken Regenfälle in den letzten Tagen nicht so aufregend, aber große Barsche stehen trotzdem unter der Plattform, wie wir es vom vorigen Jahr kennen. Auch die Schweinchenbarsche sind wieder da und wühlen allerhand Staub auf. Ein einziger, dafür großer Krebs verkriecht sich in der Nähe des Ausstiegs. Abends nach einem Dekobier machen wir uns auf den Weg zum Bierwirt, auf Gruber – Junior´s Empfehlung. Das Essen war so lecker wir der Service humorvoll. So konnte ein Bier auf Wunsch mit Henkel links oder rechts, in Ausnahmefällen auch in der Mitte, serviert werden. Nebenbei bekamen wir auch noch einen Crashkurs in kärntnerisch.

Der erste Oktobertag ist sehr regnerisch. So wird das Frühstück erstmal ausgedehnt und die Entscheidungsfreudigkeit zieht sich. Gegenüber den Fischern haben wir den Vorteil, keinen Wettbewerb gewinnen zu müssen. So können wir sie durch das Fenster beobachten, wie sie mit eingezogenen Hälsen und Matschhosen Richtung See marschieren. Wir entscheiden uns an den Weissensee, diesmal das Westufer, zu fahren, genauer gesagt an die Ronacher Wand. Dazu müssen wir allerdings eine Privatstrasseentlangfahren und um Erlaubnis fragen. Gesagt, getan, endlich können wir aufrödeln. Die Sicht war beim Abtauchen nicht ganz so toll, aber erstmal durch die Sprungschicht durch, ist es zwar dunkel aber klar. Nach der Wand kam ein toller Bewuchs, müssen aber leider umkehren, da darüber eine Schiffsanlegestelle war. Die Wand ist imposant, aber sonst nichts besonderes, eher öde. Der Regen hat inzwischen aufgehört. Für den zweiten Tauchgang fahren wir an den Liafels. Auch hier hat die Sicht sehr gelitten, aber die Fische sind immer noch da.

Die Füllstationen sind hier in Kärnten schon sehr rar, und da der Füllautomaten auch noch defekt ist, müssen wir zur Spitaler Feuerwehr. Hier ist die Luft zwar etwas teurer, aber besser als gar keine Luft. Und der Feuerwehrmann im Dienst war beschäftigt und hatte eine Unterhaltung.

Nun geht es aber los in Richtung Klopeiner See. Das Wetter ist immer noch nicht berauschend, aber es ist zumindest trocken. Dort am Strandbad angekommen, wird ausgeladen und wir zögern auch nicht lange um ins Wasser zu kommen. Michls Loch im Handschuh verhindert seinen ersten Tauchgang. Zu unserer Überraschung ist hier die Sicht besser als erwartet. Hechte und Waller begrüßen uns zwischen den versenkten Bäumen, zumindest die, die sie sehen. Ein Zander mit überdimensionaler Größer stellt sich als ideales Fotoobjekt zur Verfügung, während sich die „Schweinchen“-Barsche sich nur kurz sehen lassen, uns mit einer Staubwolke wieder verschwinden.

Abends sind wir heute wieder bei Grubers zum Ripperl essen, mit Filme- und Fotoabend. Wir sind zwar etwas unvorbereitet, können aber trotzdem mit manchem Bild beeindrucken. Gegen halb 11 Uhr verabschieden wir uns nach einem schönen Abend von den Fischer und den Grubers für dieses Jahr.

Am ersten und letzten Sonnentag frühstücken wir noch gemeinsam, danach heißt es packen und zahlen. Moni und Michl nutzen noch die Sonne und tauchen nochmals bei Pichlers Strandhotel ab, Paul taucht zwar nicht mehr, genießt aber dennoch die Sonne am Ufer. Die Sicht ist zwar immer noch nicht toll, die Hechte aber in den Bäumen dafür umso mehr. Es scheint grad so, als ob sich hinter jedem 3. Ast ein Hecht versteckt. Soweit es möglich war, hat Moni 12 -14 Exemplare  gezählt. Weitere finden sich im Bewuchs, der diesmal in der Sonne leuchtete. Kleinere Barsche kommen gelegentlich entgegen und eine Schleie gab sich die Ehre und ließ sich photographieren.

Cocos Island Aqualung Demo-Week 28. Mai 2012 – 5. Juni 2012

Wieder einmal konnten wir der Versuchung nicht widerstehen und buchten Last Minute einen Trip zur Cocos Insel auf der Wind Dancer. Dieser Trip wurde von Aqualung gesponsert und es bot sich die Gelegenheit, sehr viele Ausrüstungsgegenstände zu testen und auch zu erwerben.

Die beiden Chef´s von Aqualung USA liessen es sich nicht nehmen, diese Tour zu begleiten und uns die ganze Woche über mit diversen Tauchequipments zu versorgen. Ausserdem gab es noch jeden Tag ein  Überraschungsgeschenk von Aqualung (z.B. Schnorchel, T-Shirts, Käppis, u.s.w….).

Nach einer unglaublich ruhigen Überfahrt auf spiegelglatter See erreichten wir nach 30 Stunden die wunderschöne Insel. Obwohl wir schon so oft dort waren, zieht uns die atemberaubende Schönheit immer wieder in den Bann. Cocos ist mit dichtem Regenwald bedeckt und Wasserfälle tosen überall  auf den Strand hinab. Immer wieder überwältigen uns die Eindrücke sowohl über als auch unter Wasser.

Nachdem die Aqualung-Truppe uns die zu testende Ausrüstung vorgestellt haben ging es sogleich mit dem Tauchbetrieb los. Am ersten Tag wird traditionell Manuelita getaucht und was für ein Beginn: Die Delfine gaben uns die Ehre und wir konnten sie beim Tauchen beobachten. Nach Ende des Tauchgangs entdeckte die Crew viele Vögel im Wasser und wir schnorchelten inmitten einer Schule von Seidenhaien und Delfinen. Vermutlich waren wir für einen Baitballzu spät gekommen. Trotzdem trauten sich die „Cocos- Neulinge“ auf Grund der Masse an neugierigen Seidenhaien nicht in das Wasser- die alten Hasen genossen die Hai-Show. Aber nicht nur die Haie, auch die Masse an Fischschwärmen ist einfach nur hier zu finden. Oft ist die Sicht auf die anderen Taucher durch die riesigen Fischansammlungen versperrt. Unsere Neulinge haben den ganzen  Abend bereits von Cocos geschwärmt.

Tag 2 ist für Punta Maria und Dirty Rock reserviert. Nach dem Abtauchen an der Leine begrüßten uns die großen Galapagoshaie, welche für diesen Tauchplatz typisch sind. Am Pinnacle wimmelte es nur von Fischschwärmen und Weißspitzenhaien. Der dritte Tauchgang bei Pajara endete mit einer sehr nahen Begegnung mit einem sehr großen Tigerhai.

Für Tag 3 kündigte uns die Crew bereits unseren absoluten Lieblingstauchplatz Alcyone an und wir wurden nicht enttäuscht. Die Hammerhaie kamen sowohl einzeln sehr nach als auch in großen Schulen und konkurrierten mit den Weißspitzenhaien, Adlerrochen und einer unglaublichen Anzahl an Stachelrochen, welche auch bei den anderen Tauchplätzen in großer Zahl zu finden waren.

Auf dem Weg zurück zum Schiff entdeckten unsere Guides wiederum eine große Anzahl von Vögeln und endlich nach vielen Jahren hatten wir direkt einen riesigen Baitball  vor unseren Augen. Die Vögel stachen in das Wasser und die Haie und die großen Yellowfin-Tunas sprangen im Rausch nur so aus dem Meer. Überall waren Delfine zugegen. Da wir noch genügend Luft in den Flaschen hatten ließen uns die Guides tauchen. Eine absolut unvergessliche Show spielte sich ab. Die   Seidenhaie rammten uns und die Delfine trieben die Fischschwärme zusammen. Hunderte Thunfische schossen wie Torpedos um uns herum. Wir hatten immer nur Mühe aus dem Zentrum der Jagd zu kommen. Plötzlich suchten die Fischschwärme Schutz unter unseren Schlauchbooten und wir befürchteten, dass die Haie und Thunas in unsere Boote springen würden. Ein Hai biss in ein Schlauchboot. Wir konnten uns nicht satt sehen. Den Sardinerun brauchen wir wirklich nicht mehr – besser kann es nicht mehr sein.

Für den nächsten Tag war Dos Amigos an der Reihe. Sofort nach dem Abtauchen warteten wiederum Galapagoshaie an der Putzerstation auf uns. Hammerhaie umkreisten uns, Adlerrochen buhlten in Formation um die Aufmerksamkeit. Überall riesige Fischschwärme und den vielen Stachelrochen schenkten wir schon gar keine Beachtung mehr. Die Attraktion am großen Dos Amigos ist ein riesiger Torbogen in 30 m Tiefe.  Wir wunderten uns, warum die üblichen Rochen nicht zugegen waren, aber wenige Minuten nach dem Torbogen wussten wir warum. Es war Paarungszeit und eine Ansammlung von ca. 50 Rochen auf kleinster Fläche machten uns die Beobachtungen der Paarung leicht.

Tag 5 war wiederum Alcyone vorbehalten und nach den Hammerhaien tauchte ein Walhai beim Dekostop auf und unterhielt uns Taucher.

Da Alcyone so gut war, tauchen wir auch Tag 6 und 7 dort und ließen uns von den Hammerhaien verzaubern. Ab uns zu tauchte noch ein Manta und auch  Mobulas auf. Immer wieder zogen auch die Adlerrochen ihre Bahnen. Alcyone ist einfach unbeschreiblich und immer für Überraschungen gut.

Die Nachttauchgänge mit den jagenden Haien wurden natürlich nebenbei auch noch durchgeführt.

Zusammenfassend können wir sagen, dass die Tour super gut war. Das Wetter war auch sehr angenehm und die Tauchgänge einfach nur „WOW“, wie unsere amerikanischen Mittaucher so treffend formulierten. Wir können uns einfach keinen Ort weltweit vorstellen, welcher eine solche Vielfalt für Taucher bieten kann und auch der professionelle Ablauf des Tauchbetriebs auf den Safarischiffen ist unschlagbar.

Gabi & Andreas Baldauf

Kärnten 2011

Weil es die letzten beiden Jahre so schön war, zog es die WPS’ler auch dieses Jahr wieder zu den Kärntner Seen. In der Pension Gruber und Hofer waren wir auch dieses Jahr wieder gut  zusammen mit den Fischern und Anglern einquartiert. Im Laufe des Tages treffen wir uns am Millstätter See am Liafels. Dieser bietet sich an, die schon etwas tiefer stehende Spätnachmittagsonne gerade zu noch abzutauchen zu nutzen, die Sonnenspiele im reichen Bewuchs und natürlich die Fische zu beobachten. Wir tauchen regelrecht in eine Fischsuppe mit unzähligen Jungfischen, Hechten, Schleien und Barsche ein, auch ein Wels versteckt sich unter einem Stein.

Am nächsten Morgen treffen wir uns, um dann in Richtung Weißensee ans Ostufer  bei Stockenboi zu starten. Die Tauchbasis ist im Vergleich zu den Vorjahren besetzt. Wir werden freundlich empfangen und haben die Gelegenheit mit den Motorboten zur kleinen Steinwand zu fahren. Allein schon die Fahrt in der goldenen Herbstsonne, den bunten Wälder und der spiegelglatten See war die Fahrt mit den kleinen Elektrobooten wert. Michl, als Bootsführer versucht natürlich als erster am Ziel zu sein. 20 Minuten später am Ufer können wir dann aufrödeln und ein aufmerksamer Sonnenanbeter scheut es auch nicht uns zu beobachten, wie wir unsere Getränke hinter den Bäumen los werden. Der Tauchplatz bietet eine kleine Wand, und ein Flachbereich bei dem sich Barsche, Karpfen und Hechte tummeln. Nach der Oberflächenpause starten wir alle gemeinsam zum zweiten Tauchgang am Strandbad. Auch hier können wir Barsche, Karpfen und Hechte beobachten. In einem kleinen Loch hält sich sogar ein Krebs versteckt.

Abends treffen wir uns alle bei den Grubers zum Grillen. Mit feinem Kartoffelsalat, Weißbrot und verschiedenster Saucen und Dips, in denen wir jede Menge Steaks, Bauchscheiben und Grillwürste tauchen können, wurden auch wirklich alle satt und satter. Der Abend wurde sehr unterhaltsam da Fischer und Tauchgesellen sich immer etwas zu erzählen haben, wahr oder unwahr sei dahin gestellt. Andi konnte mit seinen tollen Foto- und Filmaufnahmen zusätzlich noch punkten.

Am Samstagmorgen geht es dann an den Klopeiner See im Süden Kärntens. Mit einem tollen Briefing werden wir in den See verabschiedet. Hechte und Waller begleiten uns und auch Fischschwärme, fast wie im Meer, können wir durchtauchen. An einem einzelnen Ast gibt es gleich fünf Hechte und drei Waller auf einmal, die sich zum fotografieren positionierten. In der warmen Herbstsonne gibt es so das eine oder andere Schläfchen und mit frisch gefüllten Flaschen ging es ein zweites Mal in das sehr fischreiche Gewässer.

Am Sonntag starten Andi, Gabi und Paul in Richtung Tarvisio. Hier treffen Sie sich mit den Easy Divers um nach Kobarid an die Soca zu fahren und dort den türkisfarbenen Fluss zu betauchen. Der Rest fährt an den Längssee bei St. Georgien in der Nähe von St. Veit. Am Steg abgetaucht geht es gleich mal auf 10 m, was von oben nicht wirklich zu erspähen war, und die Sicht war auch nicht so toll. Aber als wir ein bisschen höher gehen wird sie dann besser und wir tauchen rechts weg. Aber nach 20 Minuten sehen wir dann wirklich vieles an Fisch, Hecht, Wels und Barsche im Seegras. Der zweite Tauchgang ging dann nach links. Ein ungewöhnlicher Tauchgang, denn auf ca. 60 bis 80 cm Tiefe geht es am Ufer im Seegras entlang. Beim Rückweg wurde es dann etwas tiefer und auch da gab es Fische, wie Barsche und Hechte

Abends, starten wir zu einer Brotzeit mit Sturm in einer Besenwirtschaft, oberhalb des Millstätter Sees. Auf dem gut gefüllten Brett wurden gut satt. Schließlich stoßen auch die Flusstaucher dazu, und wir sind schon gespannt auf ihren Bericht. Organisatorisch wohl eher ein Flop, aber als sie dann im Wasser waren, wars wohl ganz in Ordnung, und in dem smaragdfarbenen Fluss konnten sie u. a. auch die berühmte Marmorata – Forelle beobachten.

Und schon ist der letzte Tag angebrochen. Die Zimmer werden geräumt, die Rechnungen bezahlt und zum Abschluss treffen wir uns nochmals am Liafels. Die einen ohne Tauchgang, andere mit einem, und wieder andere mit noch zwei Tauchgängen, verabschieden wir uns nach und nach um die Heimreise ins Westallgäu anzutreten. Ein traumhaftes Wochenende bei milden Wassertemperaturen, sonnigem Herbstwetter und tollen zumeist klaren Seen ist wieder vorbei.

Relaxtauchen am 03. September 2011

Das Relaxtauchen soll ein entspanntes Tauchen für Neueinsteiger und Wenigtaucher werden. Bei der Gelegenheit können sie von erfahrenen Tauchern begleitet werden. So haben Angelika und Moni im Vorfeld schon mal eine Infomail an die Mitglieder rausgeschickt und Hubert sollte seine Schüler fragen, die Ihren Tauchschein relativ neu hatten.

Leider bleiben am Samstagmorgen nur fünf erfahrene Taucher übrig, die sich bei Kirchmanns treffen um einen schönen Tauchtag am Blindsee entgegen zu fahren. Und so kam es dann auch. Der Parkplatz füllt sich zwar im Laufe des Tages, aber darunter sind viele Badegäste und Wanderer, so dass sich die Taucher kaum in die Quere kommen. Gleich rödeln wir auf und sammeln uns im Wasser. Da keiner Lust hat anhand des Kompasses auf die andere Seite an die Steilwand zu tauchen und somit den Tauchgang zu führen, findet Richard die Lösung. Wir tauchen erst mal zu den Baumstämmen, da jetzt die Sicht noch gut sein muss.

Erstmal unter Wasser ging es gemächlich in dessen Richtung. Irgendwie scheint keiner sich an Moni vorbei zu tauchen und die „Führung“ übernehmen zu wollen. Somit bleibt reichlich Zeit zum beobachten und Photographieren. Beim zurück Tauchen stellt Moni fest, die hätten sich vorbeigetraut, aber sie kamen nicht hinterher. Moni findet sich plötzlich alleine in den Baumstämmen und mit den Fischen, wie Zander, Schleien und Forellen.

Während der Oberflächenpause grillen auf Einweggrillen und genießen die warme Sonne oder den kühlen Schatten. Michl ist nun bereits auch mit dem Motorrad an den See unterwegs, nachdem er eine Nachtschicht hinter sich hat und erst mal schlafen musste. Somit haben wir für den zweiten Tauchgang einen Kompasstaucher, der uns an die Steilwand auf die andere Seite führt. Zur Belohnung gab es dann ein richtiges Kuchenbuffet. Und so ging der tolle Tag auch schon fast wieder dem Ende entgegen. Michl und Moni beschließen noch einen weiteren Tauchgang zu machen, der Rest verabschiedet sich zurück ins Allgäu.

Schuppertauchen am 03. August 2011

Für unser heutiges Schnuppertauchen hoffen wir besonders auf schönes Wetter, da sich ein Mann von der Westallgäuer Zeitung angemeldet hat. Wir wissen noch nicht genau, was auf uns zukommt, aber wir legen uns mächtig ins Zeug, um einen evtl. tollen Bericht in der Zeitung lesen zu können.

Pünktlich um 7 Uhr können wir dann auch Manfred Sendlinger auch begrüßen. Nach einer kurzen Vorstellung von sich und dann auch von unserer Seite scheint erst kein Gespräch stattfinden zu wollen. Hubert ist mit dem Ausstatten der Schnupperer beschäftigt, Christina und Michl sind bereits im Wasser um die ersten Wasserratten in Empfang nehmen zu können und der Rest ist noch auf der Suche nach der richtigen Aufgabe. Angelika zögert auch nicht lange, holt Luft, macht einen großen Schritt auf Hr. Sendlinger zu, und gibt ihm alle Informationen, die ihr von unserem Verein spontan einfallen. Und im Nu hat er schon eine Seite voll Notizen geschrieben. Eine kleine Zwischenfrage, ob er selbst auch mal schnuppern möchte, lehnt er erst mal entschieden ab. Interessiert scheint er aber die Leute jeder Altersklasse zu beobachten und gleichzeitig weiter dem Erzählten von Angelika zu folgen und zu notieren. Letztendlich schafft Sie es auch, ihren Schützling Hr. Sendlinger ins Wasser zu bringen und dies auch noch mit Tauchequipment. Nun kann einem authentischen Bericht nichts mehr in Weg stehen.

Gerne sitzen alle noch bei gegrillter Wurst und Steak zusammen. Die Fotos, die unter und über Wasser nebenbei gemacht wurden, brennt Moni auch gleich auf  eine CD, um dem Bericht in der Zeitung evtl. noch ein paar Bilder beifügen zu können. Als wir uns von Herr Sendlinger verabschieden sind wir alle gespannt, wann der Artikel erscheint, und vor allem wie dieser ausfallen wird. Aber schon nach ein paar Tagen wissen wir es, denn in der darauffolgenden Mittwochsausgabe können wir ihn bereits entdecken. Und tatsächlich widerspricht er in Größe und Inhalt unserer aller Erwartungen. Dabei soll in der Beilage „Westallgäu plus“ nächsten Monat auch noch ein Artikel erscheinen. Wir sind gespannt.

Saisoneröffnung am Blindsee

Obwohl wir das ganze Jahr über in durchaus auch kalte Gewässer tauchen, treffen wir uns jedes Jahr zum 1. Mai zur offiziellen Saisoneröffnung. Dieses war mussten wir diese allerdings um einen Tag vorverlegen. Somit treffen wir, (Gabi, Andi, Moni und Michl) uns bereits am 30. April bei Angelika und Richard um gemeinsam an den Blindsee zu fahren. Das Wetter verspricht Gutes und somit kommen wir hoch motiviert am See an, nachdem wir uns die Genehmigung in Lehrmoos geholt hatten. 

Der See hat zwar weniger Wasser, wie wir es sonst gewöhnt sind, aber er sieht auf den ersten Blick schön klar aus, und wir machen uns auch gleich daran um das Equipment zusammen zu bauen und ins Wasser zu kommen. Michl und Moni sind wohl gedanklich noch am Roten Meer, so dass die Computerumstellung auf den Bergmodus einige Zeit dauert. Die Zeit nutzt Andi um seine Kamera vorzubereiten und Angelika kann sich stresslos an den See bewegen.

Als dann doch alle im Wasser sind, nehmen wir zu fünft Kurs quer über den See in Richtung Steilwand, und folgen somit Michl`s Navigation. Die Sicht ist wirklich gut und an der Steilwand können wir einige Fische beobachten. Den Rückweg tauchen wir dann in am Ufer entlang, wo uns auch der eine oder andere Kleinfisch begegnet, bis zu den Baumstämmen. Noch ist die Sicht gut. Michl versucht aber mit seinen Baumstammreiteinlagen, diese für die nachkommenden Taucher zu beeinträchtigen. Natürlich wird dies von Andi mit der Kamera alles dokumentiert. Minute um Minute verharren wir zwischen den Stämmen, als wir feststellen wie viele Fische sich darin tummeln. Vor allem die Zander lassen die Taucher sehr nah an sich heran.

Irgendwann ist der erste Tauchgang auch wieder zu Ende und in der wärmenden Sonne genießen wir unsere Oberflächenpause. Andi zeigt uns seine ersten Gehversuche in Sachen Filme schneiden und was man daraus machen kann. Der zweite Tauchgang tummeln wir uns ebenfalls überwiegend zwischen Baumstämmen und Fischen. Ab und zu bewegt sich auch eine Köcherfliegenlarve am Boden, wenn man genau hinsieht.

Auch nach diesem Tauchgang stärken wir uns wieder, da Tauchen bekanntlich immer Hunger macht. Angelika hält sich allerdings dezent zurück, da ihr die Nervosität aufgrund Richards Abwesenheit doch zu schaffen macht. Nach einem schönen Tauchtag geht’s auch wieder nach hause und Angelika ist wohl froh dort angekommen zu sein.

Ägypten April 2011

Vom 7. – 15. April 2011 verbrachten wir unseren Urlaub im Sol y Mar Abu Dabbab. Nachdem wir durch die Unruhen in Nordafrika die letzten drei Monate vor unserem Flug immer wieder vor der Entscheidung standen, ob umbuchen oder stornieren, freuten wir uns dann letztendlich doch darauf.

Aber erst einmal in Marsa Alam gelandet, kamen wir auch gleich in Urlaubsstimmung. Im Hotel Sol y Mar Abu Dabbab stimmte einfach das Preis – Leistungs –Verhältnis. Der Service war freundlich und zuvorkommend, am Buffet konnte jeder was nach seinem Geschmack finden, die Anlage weitläufig, und am Pool und Strand Platz genug. Die Tauchbasis Ocean Diving ist bestens organisiert, die Briefings ausführlich.

Das tolle Hausriff am Hotel bietet schon Einiges. In der Seegraswiese findet man Schildkröten und einen Gitarrenrochen. Das Riff ist sehr belebt mit Fischschwärmen, Blaupunktrochen, Muränen, Krebse, Oktopusse,  usw.

Aber auch die Tauchausflüge, u. a. Elphinstone und Dolphin House mit zwei Tauchgängen, ob mit dem Boot und vom Ufer hatten einiges zu bieten uns ließen nie Langeweile aufkommen. Und auch die Nachttauchgänge waren spannend, so dass die Zeit wie im Flug verging.

Ein Highlight war diesmal eine Begegnung mit einem Dugong  (Seekuh), mit dem wir geschnorchelt sind und auch nebenher tauchen konnten. Alles in allem ein super entspannter Urlaub mit tollen Tauchgängen.

Moni und Michl

WPS-Ausflug nach Sulawesi

Nach 30 Stunden Anreise kamen wir (Richard, Angelika, Paul, Hubert, Christina) im Mimphi Indah Resort auf der indonesischen Insel Bangka an. Wir 5 waren dort unter uns, da es ein kleines Resort ist. Drei Einzelbungalow und ein Familienbungalow. Die Bungalow sind wunderschön im landestypischen Stil gebaut und haben einen Ventilator und warmes Wasser. Das Essen war auch immer sehr lecker, wir wurden extra auch nach Lebensmittelallergien  gefragt, auch durften wir unsere Wünsche in Bezug auf die Essensschärfe äussern. Alles war auch immer sehr sauber. Am nächsten Tag ging es dann zum Tauchen. Wie beim letzten Mal war wieder unter Wasser alles schön bunt. Unzählig, viele schöne verschiedene Nacktschnecken, in jeder Grösse und von jeder Art. Aussserdem gab es auch jede Menge Krabben, Krebse und Schrimps. Pygmäenseepferdchen haben wir auch gesehen, allerdings finde ich die grossen Arten viel schöner. 

Nach 6 Tagen ging es dann wieder zurück aufs Festland. Unser nächstes Resort war das Lumba Lumba in dem wir schon vor zwei Jahren schon mal waren. Es war noch genauso genial wie das letzte Mal. 4 Bungalows und ein Familienbungalow mit warmen Wasser und Ventilator. Dort wohnt man in einer üppig blühenden Parklandschaft,  gegessen wird im offenen Restaurant. Wlan gibt es dort auch. Zum Tauchen fuhr man auf dem geräumigen Tauchboot rüber in den Bunaken Nationalpark und machte dann zwei Tauchgänge und auf dem Heimweg noch einen am Festland. Im Bunaken Nationalpark hat es wunderschön bewachsene Steilwande; mit und ohne Strömung. An den bunten Wänden vorbei zu schweben und die Farbenpracht auf sich wirken zu lassen war einfach wunderschön, das ist für mich Tauchen. Dort standen grosse Schwärme von Rotzahn Drückerfischen und Falterfischen in der Strömung.  Ausserdem gab es auch jede Menge Schildkröten. Nacktschnecken und Krabben gab es auch wieder in allen Grössen und Variationen und Haie und Napoleone schwammen auch öfters mal vorbei. Am Festland gab es dann geniale  Sandtauchplätze mit massenhaft Seepferdchen und sonst allem was das Fotografenherz höher schlagen lässt. Der Höhepunkt kam am letzten Tauchgang als wir 10 Kalmare bei der Eiablage beobachten durften. Zweimal machten wir auch am Hausriff  Nachttauchgänge, die waren auch so schön dass wir erst aufhörten als die Lampen ausgingen. Wer nicht nur grosse Fische sehen will sondern auch die kleinen versteckten Lebewesen der ist dort prima aufgehoben.  Der einzige Nachteil ist die lange Anreise aber für drei Wochen geht das schon.