Saisoneröffnung am Blindsee

Obwohl wir das ganze Jahr über in durchaus auch kalte Gewässer tauchen, treffen wir uns jedes Jahr zum 1. Mai zur offiziellen Saisoneröffnung. Dieses war mussten wir diese allerdings um einen Tag vorverlegen. Somit treffen wir, (Gabi, Andi, Moni und Michl) uns bereits am 30. April bei Angelika und Richard um gemeinsam an den Blindsee zu fahren. Das Wetter verspricht Gutes und somit kommen wir hoch motiviert am See an, nachdem wir uns die Genehmigung in Lehrmoos geholt hatten. 

Der See hat zwar weniger Wasser, wie wir es sonst gewöhnt sind, aber er sieht auf den ersten Blick schön klar aus, und wir machen uns auch gleich daran um das Equipment zusammen zu bauen und ins Wasser zu kommen. Michl und Moni sind wohl gedanklich noch am Roten Meer, so dass die Computerumstellung auf den Bergmodus einige Zeit dauert. Die Zeit nutzt Andi um seine Kamera vorzubereiten und Angelika kann sich stresslos an den See bewegen.

Als dann doch alle im Wasser sind, nehmen wir zu fünft Kurs quer über den See in Richtung Steilwand, und folgen somit Michl`s Navigation. Die Sicht ist wirklich gut und an der Steilwand können wir einige Fische beobachten. Den Rückweg tauchen wir dann in am Ufer entlang, wo uns auch der eine oder andere Kleinfisch begegnet, bis zu den Baumstämmen. Noch ist die Sicht gut. Michl versucht aber mit seinen Baumstammreiteinlagen, diese für die nachkommenden Taucher zu beeinträchtigen. Natürlich wird dies von Andi mit der Kamera alles dokumentiert. Minute um Minute verharren wir zwischen den Stämmen, als wir feststellen wie viele Fische sich darin tummeln. Vor allem die Zander lassen die Taucher sehr nah an sich heran.

Irgendwann ist der erste Tauchgang auch wieder zu Ende und in der wärmenden Sonne genießen wir unsere Oberflächenpause. Andi zeigt uns seine ersten Gehversuche in Sachen Filme schneiden und was man daraus machen kann. Der zweite Tauchgang tummeln wir uns ebenfalls überwiegend zwischen Baumstämmen und Fischen. Ab und zu bewegt sich auch eine Köcherfliegenlarve am Boden, wenn man genau hinsieht.

Auch nach diesem Tauchgang stärken wir uns wieder, da Tauchen bekanntlich immer Hunger macht. Angelika hält sich allerdings dezent zurück, da ihr die Nervosität aufgrund Richards Abwesenheit doch zu schaffen macht. Nach einem schönen Tauchtag geht’s auch wieder nach hause und Angelika ist wohl froh dort angekommen zu sein.

Ägypten April 2011

Vom 7. – 15. April 2011 verbrachten wir unseren Urlaub im Sol y Mar Abu Dabbab. Nachdem wir durch die Unruhen in Nordafrika die letzten drei Monate vor unserem Flug immer wieder vor der Entscheidung standen, ob umbuchen oder stornieren, freuten wir uns dann letztendlich doch darauf.

Aber erst einmal in Marsa Alam gelandet, kamen wir auch gleich in Urlaubsstimmung. Im Hotel Sol y Mar Abu Dabbab stimmte einfach das Preis – Leistungs –Verhältnis. Der Service war freundlich und zuvorkommend, am Buffet konnte jeder was nach seinem Geschmack finden, die Anlage weitläufig, und am Pool und Strand Platz genug. Die Tauchbasis Ocean Diving ist bestens organisiert, die Briefings ausführlich.

Das tolle Hausriff am Hotel bietet schon Einiges. In der Seegraswiese findet man Schildkröten und einen Gitarrenrochen. Das Riff ist sehr belebt mit Fischschwärmen, Blaupunktrochen, Muränen, Krebse, Oktopusse,  usw.

Aber auch die Tauchausflüge, u. a. Elphinstone und Dolphin House mit zwei Tauchgängen, ob mit dem Boot und vom Ufer hatten einiges zu bieten uns ließen nie Langeweile aufkommen. Und auch die Nachttauchgänge waren spannend, so dass die Zeit wie im Flug verging.

Ein Highlight war diesmal eine Begegnung mit einem Dugong  (Seekuh), mit dem wir geschnorchelt sind und auch nebenher tauchen konnten. Alles in allem ein super entspannter Urlaub mit tollen Tauchgängen.

Moni und Michl

WPS-Ausflug nach Sulawesi

Nach 30 Stunden Anreise kamen wir (Richard, Angelika, Paul, Hubert, Christina) im Mimphi Indah Resort auf der indonesischen Insel Bangka an. Wir 5 waren dort unter uns, da es ein kleines Resort ist. Drei Einzelbungalow und ein Familienbungalow. Die Bungalow sind wunderschön im landestypischen Stil gebaut und haben einen Ventilator und warmes Wasser. Das Essen war auch immer sehr lecker, wir wurden extra auch nach Lebensmittelallergien  gefragt, auch durften wir unsere Wünsche in Bezug auf die Essensschärfe äussern. Alles war auch immer sehr sauber. Am nächsten Tag ging es dann zum Tauchen. Wie beim letzten Mal war wieder unter Wasser alles schön bunt. Unzählig, viele schöne verschiedene Nacktschnecken, in jeder Grösse und von jeder Art. Aussserdem gab es auch jede Menge Krabben, Krebse und Schrimps. Pygmäenseepferdchen haben wir auch gesehen, allerdings finde ich die grossen Arten viel schöner. 

Nach 6 Tagen ging es dann wieder zurück aufs Festland. Unser nächstes Resort war das Lumba Lumba in dem wir schon vor zwei Jahren schon mal waren. Es war noch genauso genial wie das letzte Mal. 4 Bungalows und ein Familienbungalow mit warmen Wasser und Ventilator. Dort wohnt man in einer üppig blühenden Parklandschaft,  gegessen wird im offenen Restaurant. Wlan gibt es dort auch. Zum Tauchen fuhr man auf dem geräumigen Tauchboot rüber in den Bunaken Nationalpark und machte dann zwei Tauchgänge und auf dem Heimweg noch einen am Festland. Im Bunaken Nationalpark hat es wunderschön bewachsene Steilwande; mit und ohne Strömung. An den bunten Wänden vorbei zu schweben und die Farbenpracht auf sich wirken zu lassen war einfach wunderschön, das ist für mich Tauchen. Dort standen grosse Schwärme von Rotzahn Drückerfischen und Falterfischen in der Strömung.  Ausserdem gab es auch jede Menge Schildkröten. Nacktschnecken und Krabben gab es auch wieder in allen Grössen und Variationen und Haie und Napoleone schwammen auch öfters mal vorbei. Am Festland gab es dann geniale  Sandtauchplätze mit massenhaft Seepferdchen und sonst allem was das Fotografenherz höher schlagen lässt. Der Höhepunkt kam am letzten Tauchgang als wir 10 Kalmare bei der Eiablage beobachten durften. Zweimal machten wir auch am Hausriff  Nachttauchgänge, die waren auch so schön dass wir erst aufhörten als die Lampen ausgingen. Wer nicht nur grosse Fische sehen will sondern auch die kleinen versteckten Lebewesen der ist dort prima aufgehoben.  Der einzige Nachteil ist die lange Anreise aber für drei Wochen geht das schon.

29. September bis 3. Oktober 2010 in Kärnten

Gegen Mittag am 29. September reisen Christina, Hubert, Michl und Moni von Ihrem Bergurlaub aus Slowenien in Seeboden in der Pension Gruber an.  Nach einem herzlichen Empfang ging es auch schon bald an den See um das erste Mal abzutauchen. Im Laufe des Nachmittags kamen auch Angelika und Richard an und am Donnerstag stößt dann auch Paul dazu. Im Millstätter See  war die Sicht relativ gut, das Wasser mit 17 Grad an der Oberfläche angenehm. Barsche, Welse, und Schleien tummeln sich im Bewuchs.

Am nächsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein an der Weißensee, dem höchstgelegenen Badesee in Kärnten.  Als die einzigen Taucher am Ostufer genießen wir den Tag mit drei Tauchgängen. Ein stolzer Hecht, kleine Barschschwärme, Riesenkarpfen und Krebse begegnen uns bei guter Sicht unter Wasser. Einem Unterwasser – Parcour folgen wir und über Wasser wird gegrillt, Kaffee getrunken oder wir richten uns zum nächsten Tauchgang.

Abends stoßen wir dann auf unsere Pensionsmitbewohner, begnadete Angler, die sich um die Kristall –Reinanke bemühen. Neben Fachgesprächen gab‘s auch ein Gläschen Krautinger, der wesentlich besser schmeckt, als er riecht.

Auch der Klopeiner See ist durchaus einen Ausflug wert, auch wenn wir ca. 1 Std. weiter in den Süden Kärntens fahren müssen. Dieser See ist unheimlich fischreich, und nach dem ersten Tauchgang wissen wir, dass in dem Briefing nicht zu viel versprochen wurde.  Wir tauchten auf der einen Seite in Fischschwärme ein und auf der anderen Seite wieder heraus. Dazwischen Hechte und Zander, in sicherer Deckung entdeckten wir nicht nur einen Wels. Auch Rotfedern und Barsche gab es immer wieder während der beiden Tauchgänge.  Abends gab es eine echte Kärtner Jause in einer gemütlichen Buschenschenke. Allerdings sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, das es statt Bier Most gibt.

Am letzten Tag bleiben wir am Millstätter See, so kann Christina ihre Angelausrüstung auspacken und ihr Glück versuchen. Wir freuten uns schon auf eine volle Pfanne. Angelika, sehr interessiert am Angelschein, wird sich dann auf Fischstäbchen spezialisieren.  Am Strandhotel Pichler machen wir unsere letzten Tauchgänge, auch hier genießen wir bei Sonne die Oberflächenpause und unter Wasser den Fischreichtum.

So nach und nach traten alle wieder die Heimreise an, und wahrscheinlich freuen sich alle schon wieder auf den nächsten Kärntenaufenthalt.

Juli 2010: Unser 10. Trip nach Cocos – und keine Ende in Sicht !!

Wieder einmal konnten wir der Versuchung nicht widerstehen und entschlossen uns zu einem weiteren Trip nach Costa Rica zur Cocos – Insel.

Die Insel mit der unbeschreiblichen Unterwasserwelt schien uns zum Jubiläum ein besonderes Geschenk bereiten zu wollen. Die Überfahrt war relativ ruhig und wir erreichten in Rekordgeschwindigkeit nach etwas mehr als 30 Stunden die Bucht Chatam-Bay. Wir können das immer wieder von neuem erlebte Gefühl schwer beschreiben, wenn wir morgens unsere Kabine verlassen und die immergrüne, von Bewuchs und Wasserfällen nur so überquellende Insel betrachten. Da sehr wenige Boote in der Bucht liegen, hat man immer ein wenig Robinson-Feeling.

Am Tag nach der Überfahrt beginnt sofort das Tauchen. Wir trauten unseren Augen kaum- wir sprangen bei Manuelita Coral Garden ins Wasser und sahen sofort einen Tigerhai und einzelne große Hammerhaie direkt vor uns. Was für ein Beginn und was für ein Eingewöhnungstauchgang. Der zweite Tauchgang bei Manuelita Deep ist stets ein wunderschöner Tauchgang mit toller Unterwasserlandschaft und immer für Überraschungen gut. Die Weißspitzenhaie auf Cocos sind eher lästig und versperren manchmal die Sicht für die anderen großen Tiere. Der dritte Tauchgang des ersten Tages wurde bei Manuelita Channel gemacht. Eigentlich ist das der Platz für die Tigerhaie, allerdings kamen wir nicht zu tief in den Channel, weil uns gleich ein Walhai entgegen kam. Dieser surfte in der Strömung und bewegte sich überhaupt nicht. Wir konnten ihn den ganzen Tauchgang lang bewundern und genießen. Wo sonst auf der Welt kann man einen solchen ersten Tauchtag erleben?

Der zweite Tag wird traditionsgemäß mit Punta Maria eröffnet. Leider war die Putzerstation für die Hammer leer, allerdings fanden wir große Galapagoshaie, welche uns neugierig umkreisten. Wir entdeckten noch einen Oktopus und schöne große Bärenkrebse. Der zweite Tauchgang fand bei einem unserer absoluten Lieblingsplätze Dirty Rock statt. Bei Dirty gibt es Putzerstationen für Hammerhaie, welche immer zuerst besucht werden. Danach geht man entlang dem Felsen zum Pinnacle ins Blauwasser. Dort ist seit vielen Jahren ein enormer Makrelenschwarm, in welchen wir stets eintauchen. Heute bot die Insel ein neues Highlight, weil mehrere Delfine wie in einem Baitball die Jagd eröffneten. Sie kamen immer wieder und versetzten die Makrelen in helle Aufregung. Das war aber noch nicht genug. Die großen Gelbflossenthunfische wollten sich auch beteiligen und danach trafen auch noch Seidenhaie und eine Schwarzspitze ein. So haben wir die Makrelen bei Dirty in neun vorherigen Trips noch nicht erlebt. Leider ist irgendwann auch die vollste Flasche bei möglichst geringer Atemfrequenz einmal leer und zwang uns zur Beendigung des Tauchgangs. Beim dritten Tauchgang bei Manuelita Deep begleiteten uns große Galapagoshaie und Schulen von Adlerrochen. Die vielen, vielen Stachelrochen erwähnt man schon gar nicht mehr.

Für den dritten Tag steht in der Regel unser zweiter Lieblingstauchplatz „ Alycone“ auf der Liste. Allerdings war die See zu rauh und die Ausfahrt zu diesem exponierten Platz nicht möglich. Auf Cocos gar kein Problem- Dirty Rock ist eine wirkliche Alternative. Wieder hatten wir Seidenhaie, Schwarzspitzenhaie und schöne Hammerhaischulen.

Der Nachmittagstauchgang wurde wieder bei Manuelita Deep abgehalten. Wilson unser Tauchguide sagte mir schon auf dem Panga: You will see, we will have an incredible dive – wie recht hatte er. Kaum waren wir untergetaucht fanden wir mehrere Adlerrochen, welche den Sandboden durchforsteten. Galapagoshaie tauchten auf und plötzlich eine wilde Geste von Wilson: ein großer schwarzer Manta drehte seine Runden. Kaum hatten wir den Manta genossen, tauchten 3 Mobulas im Blauwasser auf. Der Manta zeigte sich ein zweites Mal. Natürlich fehlten auch die Hammerhaie nicht. Unsere übereinstimmende Meinung auf dem Boot nach dem Tauchgang war, dass wir eigentlich nach Hause fahren könnten, wir hatten eigentlich bereits alles gesehen und das nach dem dritten Tauchtag.

4. Tag endlich Alyone: Abstieg am Seil auf 30 m, einen bequemen Platz suchen und auf die Hammerhaischulen warten. Alle die Bilder von den Hammerhaischulen, welche man kennt, sind bei Alcyone gemacht. Leider ist bei diesem genialen Tauchplatz trotz Nitrox immer die Nullzeit zu kurz und wir müssen gefühlt stets viel zu schnell im Blauwasser aufsteigen.

Die nächsten Tage verbrachten wir abwechselnd bei Alyone, Dirty Rock oder Manuelita. Immer wieder tauchten Walhaie auf. Thunas, Hammerhaischulen, Galapagoshaie, Schwarzspitzen, Seidenhaie – der Platz reicht nicht aus, um das Gesehene zu schildern. Wir hatten neun Walhaibegegnungen.

Unser letzter Tag von diesem Trip ist vermutlich nicht mehr zu toppen. Am Ende der Leine bei Alyone warteten die Hammerhaischulen bereits auf uns. Es waren so viele und so nah!!!

Plötzlich bemerkte ich die Unruhe von Sophie und sah zwischen den Hammerhaien einen Walhai auftauchen. Die schwere Entscheidung war: Weiterhin die Hammerhaie beobachten oder den Walhai küssen. Wir entschieden uns für den Walhai, welcher auch 20 min bis zum Ende der Nullzeit mit uns verbrachte. Wir konnten ihn streicheln und Wilson küsste ihn vor Freude. Wir stiegen im Blauwasser inmitten der Hammerhaischulen auf. Könnt ihr Euch einen besseren Tauchgang vorstellen – wir nicht, darum müssen wir einfach immer wieder kommen.

Die täglichen Nachttauchgänge in der Haidisco wird man sein Leben lang nicht vergessen. Die Weißspitzen sind überall unter und über und mitten drin. Wenn sie  zu jagen und zu fressen beginnen, schlägt jedes Taucherherz ein wenig schneller.

Für uns war eigentlich schon nach dem ersten Tag klar, dass wir so bald als möglich wiederkommen werden. Wo sonst auf der Welt hat man solche Taucherlebnisse und eine solche Vielfalt und Menge an Großfischen und anderem Getier. Auch eine Wanderung auf der Insel zum Wasserfall im dichten Regenwald ist ein Erlebnis der besonderen Art. Allerdings gibt es natürlich auch auf Cocos keine Garantie. Diese Tour war eine der besten, welche wir je gemacht haben

Die Crew der Seahunter ist unbeschreiblich. Es herrscht kein Luxus auf dem Boot, aber alles ist super organisiert. Besonders das Tauchen ist perfekt gemanagt. Wir haben schon viele Kreuzfahrten gemacht aber noch nirgendwo anders solche Erlebnisse bei perfekter Organisation erlebt.